Weißes Gold, grünes Glück: Ein Tag in Kitzbühel

Die Skier klappern noch im Takt, da liegen schon die Golfbags bereit. Wer in Kitzbühel lebt oder zumindest klug genug ist, sich Ende April hier aufzuhalten, kennt dieses Spiel: erst die letzte Abfahrt, dann der erste Abschlag. Die Eigentümer der Ski- und Bikeschule element3, haben daraus ein Event gemacht – den mittlerweile legendären „Masters of the Swing“-Tag. Vormittags ein Skirennen mit Weltcup-Feeling, nachmittags die schönste 9-Loch-Runde Österreichs, und dazwischen die beste Laune der Alpen.

Hinter „element3“ – die Zahl Drei steht für die Elemente Wasser, Erde und Luft – stehen zwei sportliche Menschen, die den Puls der Stadt spüren: Simone und der gebürtige Kitzbüheler Manfred Hofer. Ihr Betrieb beschäftigt im Winter bis zu 220 Skilehrer, im Sommer geht es um Biken, Windsurfen, Paragleiten.

Und sie stehen für den Jufen Beach, eine der angesagtesten Locations im Skigebiet. Dort gibt es Street Food aus dem Foodtruck, knusprige Pommes, kreative Bowls, und wer mag, kann sich im Skillpark austoben. Im Winter ist dort normalerweise die Hölle los, an diesem Apriltag aber galt erst einmal: Skirennen. Und das mit vollem Programm – Zeitnehmung, Funkverkehr vom Start ins Ziel, ein lauter Zielsprecher, der jede Hundertstel sekundiert, und blaue Spuren zwischen den Toren, genau wie im Fernsehen. Das Wetter war herrlich, der Schnee – schmale Kunstschneestreifen bis ins Tal – der späten Saison entsprechend, aber absolut fair. Und es waren so viele Teilnehmer wie lange nicht: Rekordbeteiligung.

Dann der Cut: Skier ab, Schläger rauf. Der Transfer führte nach Schloss Kaps, zu jenem Platz, den Kenner liebevoll als den schönsten 9-Loch-Platz Österreichs bezeichnen. Und das ist kein Marketing-Blabla. Der Zustand des Platzes war geradezu unverschämt gut, wenn man bedenkt, dass vor einer Woche noch Schnee drauf lag. Zwar war hier und da leicht gesandet worden, um die Grasnarbe zu schützen, aber die Fairways lagen da wie ein grüner Samtteppich vor der majestätischen Bergkulisse. Ein großartiger Platz!

Ich selbst war an diesem Tag als #diegenussgolferin unterwegs – mit meinen beiden Renn- und Flightpartnerinnen Friederike und Uschi. Wir waren zwar ambitioniert dabei, aber an solch Tagen geht es, zumindest für uns drei, ums Dabeisein, ums Lachen, um den Moment, wenn der Schläger den Ball auf diesem sagenhaften Kurs trifft. Egal ob profihaft oder weniger.

Unter den Teilnehmern auch jene, die Kitzbühel erst zu dem machen, was es ist. Der Kitzbüheler Skiclub (KTC), die Bergwacht und ein Team des Kitzbühel Tourismus – sie alle waren gekommen. Sie sind es, die den Ort und den Tourismus das ganze Jahr über am Laufen halten, ob auf der Piste, im Einsatzfall oder hinter den Kulissen. Dass sie sich an diesem Tag selbst den Spaß gönnten, machte die besondere Atmosphäre aus.

Prominenz, Stammgäste und ein kurzer Besuch

Dazu die Südtiroler, eine ganze Gruppe, die seit vielen Jahren jedes Mal anreist. Sie haben nicht nur den vielleicht prägnantensten Akzent der Alpen, sondern auch noch gewonnen. Platz eins. Natürlich möchte man fast sagen. Auch Fritz Dopfer, 38, früherer deutscher Slalom-Star mit Weltcup-Podestplätzen und zwei Olympiateilnahmen, golft seit Teenagerzeiten. Seit 2020 nicht mehr auf der Piste, aber als Eurosport-Kommentator und für den DSV aktiv dem Sport eng verbunden. Jetzt nur noch Genuss-Skifahrer, wie er mir sagte – aber an diesem Tag sichtlich in seinem Element. Adi Hengstberger, Wahl-Kitzbüheler, Veranstalter der Snow and Golf WM und des legendären Dirndl- und Lederhosenturniers im Juli, schätzt die kurzen Wege und den Zusammenhalt im Ort.

Im Clubhaus gab es danach ein reichhaltiges Buffet, lässige DJ-Musik, Networking und vor allem: beste Stimmung. Die Hofers haben mit ihrem E3-Event ein kleines Juwel geschaffen – exklusiv, herzlich und so cool wie der Jufen Beach selbst.




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